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19.03.2008

Slums of Bandra

Eben lief auf MDR Sputnik ein Beitrag über Mumbai und eine Slum Tour, die westliche Touristen durch den größten Slum Asiens – Daravi - lotsen. Dort leben und arbeiten ca. 1 Mio Menschen unter ärmlichen Verhältnissen. [for English version click here]

Ich war heute ebenfalls im Slum, allerdings nicht als eine geführte Tour sondern quasi auf guter Mission. Es gibt in Mumbai viele Trainees die ihr Praktikum bei so genannten NGOs absolvieren.

(NGO = Non Governmental Organization, zu dt. wohltätige Organisationen) Mary Ellen arbeitet in einer NGO die sich mit der Entwicklung von Kindern in Slums beschäftigt. Wir sind zusammen nach Bandra East und haben in der Vorschule im Slum Spielsachen und andere Dinge verteilt.

Was mich immer wieder verwundert ist der Blick des Touristen, viele Menschen kommen nach Indien und sind überwältigt von den vielfältigen Eindrücken auch zu meist von der Armut. Manch einer mag die Nase rümpfen, dass reiche Touristen durch den Slum geführt werden. Aber es ist Teil der indischen Realität. Indien das einen ungeheuren wirtschaftlichen Aufschwung feiert, lässt viele Menschen zurück. Und viele Farmer und Bauern kommen nach Mumbai auf ihrer Suche nach dem Glück und Anteil am Aufschwung.
Am Ende der Reportage auf Sputnik schwang der Moderator mit der Moral Keule und verurteilet die reichen Touristen die das Abenteuer im Slum suchen. Ich persönlich finde das aber völlig in Ordnung weil somit ein Bewusstsein über die Probleme erzielt wird und für mich war der Besuch im Slum sehr bewegend. Wir haben mit den Kids zusammen gesessen, Mittag gegessen und auch mit den Jungs Kricket gespielt.
[Für Fotos hier klicken]

04.02.2008

Winter in Mumbai

Zur Zeit friert ganz Mumbai, zumindest Nachts. Die Temperaturn sinken bis auf 10 Grad, gestern morgen hat es sogar kurz geregnet. Es ist in den Abendstunden fast wie ein europäischer Herbst. Für die Mumbaiker ist das natürlich fast so schlimm wie -20 grad bei uns. Aber wer im Sommer an bis 45 Grad gewöhnt ist, hat natürlich weder passende Gaderobe noch eine Heizung. Wenn Die Temperatur unter 20 Grad fällt werden dann auch die Mützen ausgepackt. Ich persönlich findes das ganz ok, da die Tageshöchsttemperaturen bis auf 30 Grad klettern.

12.12.2007

The Mumbai Project

Die Hindustan Times beleuchtet in ihrer Beilage den Weg Mumbai's in das 21. Jahrhundert. Unter dem Titel „The Mumbai Project“ werden nach und nach Themen wie Infrastruktur und Stadtentwicklung aufgegriffen. Das klingt nach einem Kassenschlager, ist aber in der Tat sehr interessant da Lärm, Verkehr, Schmutz und Armut die Hauptprobleme dieser Metropole am indischen Ozean sind.

Zug fahren zum Beispiel ist für jeden Ausländer ein Abenteuer, aber Alltag für 7 Millionen Pendler. Der Zug ist die einzige schnelle Alternative dieser Stadt, die von Menschen nur so zu überquellen scheint.

Die Infrastruktur beruht teilweise noch auf kolonialen Strukturen, viele Straßen sind Buckelpisten und scheinen nur von Schlaglöchern durchsiebt zu sein. Im Berufsverkehr liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 7km/h.

Während in Delhi die Macht residiert, ist Mumbai ein wesentlicher Bestandteil der indischen Wirtschaft und der Kultur (zum Beispiel Bollywood). Es zieht die arme ländliche Bevölkerung in die Städte um Ihren Traum von ein wenig Glück und Reichtum zu verwirklichen. Über 50% der Stadtfläche sind von Slums bedeckt. Familien leben und schlafen auf Straßen und Bürgersteigen.

Mumbai liegt auf einer Insel und wurde als Hafen von den britischen Besatzern ausgebaut und ist das Tor in den indischen Subkontinent. Wobei die Betonung in den hiesigen Geschichtsbüchern und der Presse darauf liegt, dass alle Bemühungen der Briten das Land zu erschließen nur dazu dienten, die indischen Reichtümer zu verschiffen und das Land auszubeuten. Was zweifelsfrei eine Berechtigung hat, allerdings beruhen bis heute Verwaltung, Verfassung, und Infrastruktur auf britischen Wurzeln.

Wie in jedem Schwellenland ist das Problembewusstsein vorhanden. Wie zumeist in jedem Schwellenland fehlt es aber an Know How und an Effizienz um große Projekte anzupacken. Heute zählt Mumbai offiziell 14 Mio Einwohner, inoffiziell geht man aber schon von 17 Mio aus. Sämtliche Projekte die im Bau sind, wie Straßenerweiterung, Brücken, Modernisierung der Bahnstrecken, sind zu dem Zeitpuntk an dem sie fertig gestellt werden, veraltet und ungenügend. Mumbai ist schlicht und einfach mit der Menge der Menschen, die die Stadt anzieht überfordert.

Meiner Meinung spielen mehrer Faktoren eine Rolle. Zum einem nach liegt das auch an der indischen Mentalität alle Dinge in der letzten Sekunde anzupacken zum anderen wächst Indien zu schnell. Noch vor 20 Jahren war Indien ein Argrarstaat, der Sprung vom Entwicklungsland in das 21 Jahrhundert passiert in sehr kurzer Zeit. Es ist das Land des Outsourcing, der IT, dennoch gibt es keine ununterbrochene Stromversorgung und in ländlichen Gegenden sogar gar keinen Strom. Es gibt jede Fachmediziner und Spezialisten auf jedem Gebiet aber es mangelt an einer medizinischen Grund Versorgung.

Die Zukunft wird zeigen wie Indien sich als Global Player beweisen kann und mit den Veränderungen zurecht kommt. Ich bin gespannt.

04.12.2007

How do you recognise becoming a Mumbaiker

In reference to Gigis you know you are becoming a Parisian when.. here comes the How do you recognize becoming a Mumbaiker. The idea behind is that you certainly recognize that you adapt some habits and mindsets. If you live and work India and especially Mumbai this happens really fast, once you are over the culture shock you get used to certain things. If not you will leave the country soon.
So here is my list of how to recognize becoming a Mumbaiker


- everything beyond 30km/h is speeding

- 0.1m² is lot of space in a train

- you bargain everywhere
- if you sneeze, don't expect somebody to say "Gesundheit, bless you.."
instead you say sorry
- you start liking Kinfisher

- there is no need to use a blinker/ indicator/ side mirror, just horn

- you get new a perspective towards waste and pollution

- you are shaking your head like an Indian
- you start your sentence with "Hey Boss.."
- you can squeeze your lips to call a waiter etc.
- 100 Rupies (2EUR) is expensive for one meal
- you don't consider guys holding hands and hugging as gay
- you jump off the train while it is still running
- you can recognise stations by the smell (e.g Bandra)
- a fresh lime juice while waiting at the station is perfect thing to spoil time waiting for the train
- you finally pay the prize for an auto,taxi shown on the meter without discussion
- you have a bit of orientation in the city

to be contunied, I'm wondering what my Indian friends and colleagues say?

24.11.2007

Indien ist ein Land, das schon manchen Menschen aus der Bahn geworfen hat. Den Werbeslogan des Indischen Fremdenverkehrsamtes "incredible India - unglaubliches Indien" darf man getrost wörtlich nehmen.

Die deutsche Botschaft in Mumbai hat ein paar Fakten, was das Leben und Arbeiten hier Indien betrifft ganz nüchtern zusammen getragen. Wenn man mit den Umständen selber konfrontiert ist, liest sich das schon ein wenig anders. Zitat:

"Deprimierend für Neuankömmlinge sind Schmutz, Lärm, Gestank, Armut und Übervölkerung, die Vernachlässigung der Gebäude und der Stadt. Strände in Stadtnähe sind stark verschmutzt und werden verschiedentlich als "Freiluftlatrinen" genutzt.


Wohnung: Das Angebot von preislich im Rahmen liegenden Leerwohnungen in den wenigen geeigneten Wohngegenden ist knapp und teuer. Bauqualität, Ausstattung, Instandhaltung, sanitäre Anlagen, Qualität der Aufzüge, Wasserversorgung usw. sind oft mangelhaft, aber von Wohnung zu Wohnung unterschiedlich.

Verkehr: Die städtischen Autobusse und die Vorortbahnen sind überfüllt und für die meisten Europäer unzumutbar; Taxis sind alt und in einem schlechten Zustand, dafür aber billig. Für den Fernverkehr kommen Expressbusse, die Eisenbahn und Flugzeuge infrage.

Sicherheit: Außer Betteleien und kleineren Diebstählen gibt es relativ wenig kriminelle Vorkommnisse wie Einbrüche und Autodiebstähle.



Wer die innere Bereitschaft, diese Umstände zu akzeptieren mitbringt, wird sich eingewöhnen können und auch die Vorteile wahrnehmen:"


31.10.2007

Megacity Bombay - Der staubige Stern

Das ZDF zeigte im Sommer in seiner Reihe Megacities einen Beitrag auch über Bombay, das ganze kann man sich auch nochmal online angucken.. ca 45 min sehr empfehlenswert um einen groben Überblick zu bekommen

19.08.2006

Cimetière Père Lachaise

Cimetière Père Lachaise ist der größte Friedhof von Paris und wir hatten die Gelegenheit eine Führung in englisch zu machen.







DerGuide hat uns einiges interessantes und kurioses berichtet. Jedenfalls ist war es ganz imposant über den Friedhof zu laufen weniger wegen der Berühmtheiten die da begraben sind (Oscar Wilde, Edith Piaf, Jim Morrisson... etc.) sonder eher die unterschiedliche Gestaltung des Friedhofes selbst.

03.08.2006

Summer in the city



Um den Sommer in der Stadt so angenehm wie moeglich zu gestalten, hat die Stadt auch dieses Jahr wieder Paris Plage entlang der Seinne eingerichtet. Ganz nett um bei 35 Grad zu chillen ;-)